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KAMPAGNE 7. Januar 2017

gegen das

#Verbrennen #Vertuschen #Verschweigen #Verfolgen

OURY JALLOH: #Kein Einzelfall!

DAS WAR MORD! – #Keine Einzeltäter!

Der 7. Januar 2017 und damit das Gedenken zum 12. Todestag von OURY JALLOH, der von Polizisten erst seiner Freiheit, dann seiner Handlungsfähigkeit und schließlich auf bestialische Weise seines Lebens beraubt wurde, wird im nächsten Jahr an einem Sonnabend stattfinden!

Die Polizei von Dessau-Roßlau hat Oury Jalloh am 7. Januar 2005 erst rechtswidrig fest- und dann weiterführend rechtswidrig in Gewahrsam genommen, ihn dann an allen vier Extremitäten auf eine feuerfeste Matratze in der gefliesten Gewahrsamszelle Nr. 5 fixiert und ihn bis zur Unkenntlichkeit verbrannt…

Der deutsche „Rechtsstaat“ hat – in bester rassistischer Tradition – von Anfang an eine Täter-Opfer-Umkehr betrieben und gegen alle Fakten und bis in die höchsten richterlichen Instanzen hinein die unbewiesene Hypothese von der Selbstverbrennung Oury Jallohs aufrecht erhalten. Die Täter werden bis heute durch Unterschlagung und Manipulation von Beweismitteln und logikverachtende Ignoranz gegenüber offenkundigen Beweisen geschützt, die Familie und das Opfer verhöhnt, Verantwortung und Gerechtigkeit werden verweigert! Stattdessen sollen diejenigen, die für die Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh kämpfen, durch massive staatliche Repression zum Schweigen gebracht werden!

Wir laden alle, denen an der Verhinderung weiterer rassistischer Morde durch Staatsbeamte mit und ohne Uniform, mit und ohne Robe aber auf jeden Fall mit menschenleben-verachtender Scheinheiligkeit ein, unser Gedenken am 7. Januar direkt in Dessau-Roßlau zu unterstützen und eine kraftvolle Demonstration gegen staatlichen Rassismus in allen Behörden und Ministerien dieses Landes zu setzen – nicht nur in Sachsen-Anhalt – nicht nur in Deutschland – nicht nur innerhalb Europas. Am Sterben der hier „fremd“-definierten Menschen auf der ganzen Welt hat Deutschland einen bedeutenden und aktiven Anteil:

von brandschatzenden Straßen-Nazis bis zu den politischen Brandstifter*innen in kostümierten Anzügen – vom Neid-Prekariat bis zu den „Händler*innen“ des Todes in Nadelstreifen – von den „besorgten“ Angstgeifer*innen bis zu den „unbeteiligten“ Zuschauer*innen…

KOMMT AM 7. JANUAR 2017 NACH DESSAU-ROSSLAU

Treffpunkt Hauptbahnhof 14:00 Uhr

OURY JALLOH IST KEIN EINZELFALL – KEINER WIRD VERGESSEN WERDEN!

RESPECT OUR EXISTENCE – OR – EXPECT OUR RESISTANCE!

#BlackLivesMatter

Als Einstimmung möchten wir Euch einen Text präsentieren, der von der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh bereits im Jahr 2007, im Rahmen des ersten Prozesses gegen zwei Dessauer Polizeibeamte, veröffentlicht wurde und dem selbst heute nur wenig hinzuzufügen ist – außer unserem kontinuierlichen Widerstand gegenüber immer wieder neuen Verbrechen:

Diejenigen, denen die Brutalität des südafrikanischen Apartheidregimes bewusst ist, können sich diese Situation nur allzu gut vorstellen: Ein schwarzer Mensch ist auf eine Pritsche mit feuerfester Matratze an Händen und Füßen gefesselt. Stunden später ist dieser Mensch tot. Sein Leichnam völlig verbrannt, die Finger kalziniert. Die offizielle These: Selbstmord.

Am 7. Januar 2005 ist Oury Jalloh genau unter diesen Umständen in Dessau gestorben.

Am selben Tag wurde das Leben eines zweiten Afrikaners von der Polizei ausgelöscht: Laye Konde, der zehn Tage zuvor aufgrund eines gewalttätigen Brechmitteleinsatzes in Koma gefallen war, verlor sein Leben ebenfalls am 7. Januar 2005. Keiner der hierfür verantwortlichen Polizisten ist verurteilt worden.

Innerhalb der kolonialen Strukturen hat das Menschenleben keinen Wert, vor allem für Nicht-Europäer*innen. Die Macht hat unsere Herzen systematisch herausgerissen, hat uns taub gemacht gegenüber der stets wachsenden Barbarei und Unmenschlichkeit der Macht – und unserer eigenen. Denn als Gönner dieser Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind die Privilegierten ein wesentlicher Bestandteil einer dem Anschein nach ewigen Kette der entmenschlichenden Sklaverei.

Aber wir können nicht einfach weder die Macht noch die „Anderen“ dafür schuldig machen: Wir selbst sind auch die Barbarei und viele in dieser Gesellschaft haben es bereitwillig obwohl manchmal unbewusst akzeptiert. Es ist nicht etwas, was einer Gruppe von Menschen oder einer bestimmten Nationalität innewohnt. Vielmehr ist es systematisch in die Alltagsstruktur unserer Leben integriert. Wir sehen es nicht, wir erkennen es nicht an und wir fühlen es auch nicht (außer wenn wir selbst unter dem Gewicht seiner Unterdrückung leiden). In Gesellschaften wie der deutschen versteht sich dieser Zustand von selbst und die Menschen, die ihn anzweifeln werden als Risiko oder Gefahr für die gesellschaftliche Ordnung gesehen – auf allen Ebenen.

Es ist die Unmenschlichkeit, ein krankhaftes und gefährliches System, das den Privilegierten gibt, um andere in einer Position der Unterwerfung, Ausbeutung und Angst zu halten, zu akzeptieren, ja sogar zu fördern. Es ist der vollkommen fehlende Respekt für das Menschenleben und Menschenwürde – und es ist systematisch Mord. Es scheint, als ob die Ordnung festgelegt wurde und nun gibt`s nichts mehr zu hinterfragen – geschweige denn den Glauben an die Überlegenheit.

Egal was für eine Position wir haben mögen, wir sind alle mittendrin in dieser Normalität. Während sich die Verbrechen gegen die Menschheit weltweit fortsetzen, die Folter und Grausamkeit nicht aufhören, die Brutalität der Abschiebung zunimmt, genauso wie die Vielzahl an Menschen, die ihr Leben an den Außengrenzen von Europa und der USA verlieren … gucken wir hilflos zu. Gewiss: Wir sind Komplizen einer mörderischen Normalität geworden.

Wir sollten uns ernsthaft fragen, warum die Menschenrechte den Schwarzen überall auf dieser Welt – ohne Ausnahme – verweigert werden? Wo war und ist die Solidarität seitens derjenigen, die von dieser Barbarei profitieren? Wo sind die Menschen aus Dessau (und jenseits von Dessau)? Hatte das Leben Oury Jallohs keinen Wert?

UND DER ZWECK DER APARTHEID: DAS UNVORSTELLBARE WIRD NORMALITÄT

Die Menschenrechte waren nie für Menschen wie Oury Jalloh gedacht; sie wurden nie für die Kolonisierten und Versklavten gemacht. Sehr wenige Menschen aus dieser sogenannten „Ersten Welt“ haben gar die Kolonisierten ganz gesehen, d.h. als völlig menschlich. Und das war und ist auch so geblieben, bis heute. Es ist unsere Normalität, egal ob wir es anerkennen wollen oder nicht.

Ob gezwungen unter Militär- oder Wirtschaftspolitik der westlichen Ländern und ihrer Henker zu verderben, oder ausgegrenzt, misshandelt, abgeschoben und fast täglich in Europa und der USA ermordet, die Kolonisierten sind von den Menschen europäischer Herkunft auf ewig vom Schutz der internationalen Abkommen und vom Recht auf ein Leben in Würde ausgenommen.

Mögen wir es wahrhaben oder nicht, die Solidarität der Weißen ist immer sehr begrenzt gewesen – wenn es sie überhaupt gegeben hat. Historisch betrachtet, kann man es so oft sehen, dass es unstrittig bleibt. Sei es in Südafrika, während der lange noch bestehenden Geschichte der rassistischen Gewalt und Trennung in der USA, in der verbrecherischen Zerstörung und Teilung Afrikas oder wenn Geflüchtete und Migrant*innen hier schwer misshandelt oder umgebracht werden, um nur einige Beispiele aus mehr als 500 Jahren Barbarei zu nennen.

Die sogenannten progressiven Sektoren der deutschen Gesellschaft (und all der anderen kolonisierenden Gesellschaften) wollen sich nicht aktiv gegen diese Unmenschlichkeit engagieren, geschweige denn die Position der Kolonisierten in ihrem Kampf um Freiheit respektieren und unterstützen. Diese, unsere Realität führt immer wieder zu Spaltungen, Trennungen und Apartheid. Die koloniale Macht hat immer versucht, die Menschen voneinander getrennt zu halten, und weiße Solidarität begrenzt sich hauptsächlich auf Caritas/Almosen, wenn überhaupt. Und diejenigen Weißen, die gegen ihresgleichen aufstehen, bezahlen hohe Preise, um als Beispiele zu dienen, damit die anderen sich fernhalten und schweigen.

Aber am Ende gibt es nur eins: Mensch (zu) sein. Wir tragen alle Verletzungen, auch wenn auf unterschiedliche Weise, aufgrund von dieser Barbarei und historischen Kontinuität der Sklaverei, Deportation und Entmenschlichung. Es ist unvermeidlich, dass wir erst ein Bewusstsein über den Ernst der Situation und die pathologische Zerstörung unserer menschlichen Bedingungen, in denen wir alle eine wichtige Rolle spielen, erlangen.

Die Fesseln, die uns an eher privilegierte und nicht – privilegierte Teile der Kette fesseln, werden letzten Endes zerbrochen, egal wer damit einverstanden ist oder nicht. Entweder stehen wir gemeinsam auf, oder ertränken uns zusammen, wie die zigtausend Menschen im Mittelmeerraum.

WARUM WIR KÄMPFEN MÜSSEN – NICHT NUR PROTESTIEREN UND HINTERFRAGEN

Wir haben weder unseren Kampf für Wahrheit und Gerechtigkeit noch unsere Entschlossenheit aufgegeben. Der Kampf um die Wahrheit und Gerechtigkeit für Oury Jalloh ist für uns eine Frage des Überlebens.

Die Arroganz und das fehlende menschliche Verständnis – vor allem gegenüber Menschen nicht – europäischer Herkunft – innerhalb der Polizei und in der Gesellschaft im Allgemeinen lässt zu, dass Menschen wie Oury Jalloh solche grauenhafte Tode sterben müssen. Das diese Tatsache sowohl systematisch als auch historisch begründet ist, ist einer der vielen Gründe, warum wir den Tod Oury Jallohs als Mord bezeichnen.

Das bedeutet aber, dass wir viel mehr tun müssen, als einfach zu protestieren oder die offiziellen Versionen der Morde an Oury, Dominque, Laye und den vielen anderen in Frage zu stellen. Vor allem geht es uns um unsere Selbstbestimmung und um unsere Wut gegen die unaufhörliche Barbarei.

Wir können und werden nicht zulassen, dass wir im Rahmen dieser verbrecherischen Normalität einfach weiterhin funktionieren, als Komplizen für Verfolgung und unseren eigenen Tod. Wenn wir das Schweigen nicht durchbrechen, wenn wir unsere eigene Meinung unterdrücken, leisten wir einen Beitrag zum Weiterbestehen unseres gemeinsamen Leidens.

Wir verweigern uns!

Wir verweigern uns zu schweigen und wir verweigern uns, weiterhin Teil unserer Unterdrückung zu bleiben!

Wir werden weder schweigen, noch zulassen, dass wir zum Schweigen gebracht werden!

Diese Zeit ist vorbei! “

Als dieser Text entstand, war der NSU noch nicht „enttarnt“ und dessen staatlich assistierte Exekutionen wurden noch zynisch als „Dönermorde“ bezeichnet, Christy Schwundeck war noch nicht von einer Polizistin erschossen, Slieman Hamade war noch nicht von Polizisten mit Reizgas getötet, Mohammad Sillah war gerade an der Verweigerung medizinischer Behandlung verstorben und abertausende Geflüchtete noch nicht zwischen all den Frontex-Schiffen im Mittelmeer ertrunken…

Diesen kontinuierlichen Verbrechen gegen das Leben und die Würde von fremd-definierten Menschen begegnet die deutsche Mehrheitsgesellschaft der „Besorgten“ und „Demokraten“ mit einer Ignoranz, die schlichtweg als eurozentrische Menschenverachtung bezeichnet werden muss. Der historisch gewachsenen Hybris von der Überlegenheit der Weißen Kulturen, ihrer Sklaverei und Kolonialverbrechen, ihrer anhaltenden Kriegsverbrechen in aller Welt und den „selbstverständlichen“ rassistischen Verbrechen in ihrer Mitte wollen wir unsere Solidarität der Gleichheit, Verantwortung und Gerechtigkeit für die Opfer staatlich geförderter Verbrechen entgegenstellen!

Wir haben verstanden, dass wir nicht nur die Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh selbst in die Hand nehmen müssen – weil dies kein Staatsanwalt oder Richter tun wird. Wir haben gezeigt, dass ein langer Atem und eine breite Solidarität so viel Druck erzeugen, dass Oury Jalloh und die vielen anderen Opfer nicht vergessen werden.

Unser Kampf für Aufklärung und Gerechtigkeit steht symbolisch für alle rassistischen Morde von Dessau bis Ferguson und beinhaltet nicht nur den Protest in den Gerichtssälen oder auf der Straße. Er ist existentieller Bestandteil unser aller Leben, solange wir in einer Gesellschaft leben, in der diese Verbrechen zur „Normalität“ gehören.

SEID TEIL DER LÖSUNG, STATT SCHWEIGENDER TEIL DES PROBLEMS !

TOUCH ONE – TOUCH ALL!

WIR SEHEN UNS AM 7. JANUAR 2017 IN DESSAU…ab 14 Uhr am Hauptbahnhof

#DessauerVerhältnisse beenden – überall!

Mitzeichner*innen:

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrantinnen, Rote Hilfe e.V. Bundesvorstand, Antifaschistische Gruppe Hannover, Rote Hilfe e.V. OG Berlin, International Legal Team MA/HD, Coalitional de Sans Papiers et Migrants, Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland/ Hannover, Vosifa, Antirassistische Initiative Berlin, Arbeitskreis Antirassismus Magdeburg, Kampagne Halim Dener, Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B., Bündnis gegen Asylgesetzverschärfungen, Rote Hilfe OG Hannover, Interventionistische Linke Hannover, Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht, Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak

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Call to Demonstration

7th January 2017 Campaign

Against

#Burning #Cover_up #Concealing #Juridical_Repression

OURY JALLOH: #NoIsolatedCase!

THIS WAS MURDER! #NoIndividualPerpetrators!

The 7th of January 2017 will be on a Saturday. It is the 12th anniversary of the day OURY JALLOH died. First the police took his freedom, then his ability to defend himself and finally, took his life in the most brutal manner!

On 7 January 2005, the Police Department of Dessau-Rosslau arrested Oury Jalloh, without cause, then took him into custody without cause, incarcerated him in a ceramic tiled holding cell #5 where they shackled him hand and foot to a fireproof mattress.  Unable to move, Oury Jalloh burned to death. His body was unrecognizable.  From the beginning, the German “state of law” – in true racist tradition –  reversed the roles of perpetrator and victim, acting against all known facts and up to the highest judicial authorities, they rubber stamped the  un-proven thesis that Oury Jalloh burned himself to death.  To this day, the perpetrators are still being protected by manipulation, tampering of evidence and such an unbelievable ignorance of the barrage of obvious evidence, that it defies logic.  The family and the victim are mocked, and responsibility and justice are denied! Meanwhile they try to silence those who fight to clarify the murder of Oury Jalloh with massive state repression!

We invite all those who want to prevent more racist murders by state officials, (in or out of uniform) who act with hypocritical scorn for human life, to support our action in memory of Oury Jalloh on 7 January in the city Dessau-Ross and thereby demonstrate a powerful sign, to all state authorities and ministries – beyond Germany – beyond Europe. But Germany plays an active role in the death of “foreign” human beings all over the world:

as Nazis who set fires or incendiary politicians, as populist enviers or merchants of death in pin-striped suits, as “concerned” fear mongers and “un-involved” observers…

COME TO DESSAU-ROSSLAU ON JANUARY 7, 2017

OURY JALLOH IS NOT AN ISOLATED CASE – WE WILL NEVER FORGET!

RESPECT OUR EXISTENCE – OR – EXPECT OUR RESISTANCE!

#BlackLivesMatter

 As inspiration we want to present a text written by The VOICE Refugee Forum together with the Caravan for the Rights of Refugees and Migrants which was first published in 2007, during the first phase of the trial against two Dessau policemen. Today there is still very little to add, except for our continuing resistance against the repetition of such crimes again and again:

“Those who understand the brutality of the South African apartheid regime, understands this situation all too well: A black person, bound hand and foot, lies on a flatbed with a fire-resistant mattress. Hours later the man is dead. His body is burned to a cinder, his fingers dried to the bone. The official theory: suicide.

Oury Jalloh died under exactly these circumstances in Dessau on January 7, 2005.

 On the same day, a second African life was extinguished while under police custody. His name was Laye Konde, he had fallen into a coma after being forced to swallow a substance used to induce vomiting. He also died on January 7, 2005. Not one of the police officers responsible has been convicted.

Within the structures of colonial rule, human life has no value, especially for non-Europeans. Powers that have systematically ripped out our hearts, deafened us to the ever-growing barbarism and inhumanity of power – including our own power. The privileged [class] who are sponsors of these crimes against humanity are an essential part of what appears to be an eternal chain of dehumanizing slavery.

But we cannot just blame the Power or some “Others”. We are involved ourselves in the barbarianism and many people in this society have readily accepted it – many perhaps accepted it unconsciously. It is not something that comes naturally to any group of people or a particular nationality. It is systematically integrated into the culture of our daily life. We don’t see it, we don’t understand it and we don’t feel it either (except when we find ourselves, personally effected by oppression). In societies such as Germany, this condition is self-evident, and the people who question it, are seen as “risks” or “dangerous” to the social order at every level.

It is the inhumanity of a sick and dangerous social system that gives some people privileges while they accept, or even demand, that others live with submission, exploitation and fear. This is complete lack of respect for human life and human dignity – and it is systematic murder. It seems as though the social order is written in stone and there is nothing more to question. Not to mention the belief in [racial] superiority, no matter what position we may have tomorrow, we are all live within this “normality”.

While the crimes against humanity continue, the torture and cruelty don’t stop, the brutality of deportation increases just as the number of people, who drown and die on the outer borders of Europe and the USA … we just watch and seem to be helpless. Certainly: We have become complicit in a murderous normality.

We should earnestly ask ourselves, why human rights are denied to black people everywhere in the world without exception? Where was and is the solidarity from those people who profit from this barbarianism? Where are these people in Dessau (and beyond Dessau)? Was Oury Jalloh’s life worthless?

… AND THE PURPOSE OF APARTHEID: THE UNIMAGINEABLE BECOMES NORMAL

Human rights were never meant for people like Oury Jalloh, never meant for the colonized and slaves. Very few people from the so called “First World” have even seen those who are colonized as people, i.e. as human beings.  That’s the way it was and still is today. It is our normality, no matter if we want to admit it or not.

Whether forced to perish under military or economic policies of the western countries and their executioners or be marginalized, abused, deported, and murdered (as happens almost daily in Europe and the USA) the colonized are excluded from the protection of international agreements and from the right to a right to live in dignity which applies to people of European origin.

If we like it or not, the solidary of white people has always been very limited – when it exists at all. Historically, there are so many examples, that it is indisputable. Whether in South Africa, during the long-standing story of racist violence and segregation which continues to these days in the USA, in the criminal destruction and division of Africa or when fugitives and migrants are severely mistreated or killed – just to call a few examples from more than 500 years of barbaric inhumanity.

The so-called progressive sectors of German society (and all the other colonizing societies) do not want to join in the struggle against this inhumanity, let alone to respect and support the colonized in their struggle for freedom. This is our reality and leads again and again to divisions, separations and apartheid. The colonial power has always tried to keep people separate. And white solidarity is limited mainly to charity, if at all. And those whites who stand up against their peers pay high prices to serve as examples so that the others keep away and remain silent.

At the end it comes down to one thing: Being human. We all suffer, albeit in different ways, from this barbarism of slavery, deportation and dehumanization.

It is inevitable that we first become aware of the seriousness of the situation and the pathological destruction of our human condition, in which we all play an important role.

 Whether we agree or disagree, the chains that bind us to the somewhat privileged or underprivileged parts of the chain must be broken. We will either stand together, or drown together like x-thousands of people in the Mediterranean Sea.

WHY WE MUST FIGHT – NOT JUST RAISE QUESTIONS AND PROTEST

We have not given up our struggle for truth and justice. We are still as determined as ever. The struggle for the truth and justice for Oury Jalloh – and Dominique Koumadiou, Christy Schwundeck, Laye Alama Conde, N’deye Mareame Sarr and many more – is a question of our survival.

The arrogance and the lack of humanity – especially for people of non-European origin – especially amongst policemen but also within society in general, allow people like Oury Jalloh to die such horrible deaths. The fact that this is systematically and historically is one of many reasons why it is justified to say the death of Oury Jalloh was murder.

That means that we have to do much more than simply protest or question the derailing official versions about the murders of Oury, Dominque, Christy, Laye, Mareame and many others.

We cannot and will not accept a life where we just continue functioning within the framework of this criminal normality – complicit with persecution and our own death.

If we don’t break the silence, if we suppress our opinions, we participate in the continuation of our common suffering.

We refuse!

We refuse to be silent and we refuse to continue to participate in our own oppression!

We will neither be silent nor allow ourselves to be silenced!

That time is over!”

When the above text was written, the existence of the NSU was not yet “exposed” and these state assisted executions were cynically called “Dönermorde” [donner Kebab murders]. Christy Schwundeck had not yet been shot by a policewoman. Mohammad Sillah had just died due to denial of medical care and untold thousands of refugees had not yet drowned between all those Frontex Ships in the Mediterranean Sea …

These continuing crimes against the lives and dignity of people who are defined as “foreign” is met by the majority of German society, the “worried” and “democrats”, with an ignorance, that simply has to be described as an Eurocentric contempt of humanity. There is a historically grown hubris in most of white cultures though slavery and colonial crimes, continuous war-crimes all over the world and the “obvious” racist crimes within their very midst. We have to counter this with our solidarity of equality, responsibility and justice for victims of state-sponsored crimes!

 We have come to understand that we have to investigate of the murder of Oury Jalloh ourselves, because no prosecutor or judge will do this. We have shown that persistence and a broad-based solidarity can generate enough pressure, that Oury Jalloh and the many other victims, will never be forgotten.

 Our fight for truth and justice stands as a symbol for every single racist murder from Dessau to Ferguson and includes, not only protests in the court rooms or in the street. It is an existential part of our lives, so long as we live in a society where these crimes are considered “status quo”.

Be part of the solution – not part of the problem!

TOUCH ONE – TOUCH ALL!

 See you January 7, 2017 in Dessau

 End Racist Conditions like Dessau — Everywhere!

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Campagne du 7. Janvier 2017

contre

#L’Incinération#LaDissimulation#LeSilence#LaPersécution

 

OURY JALLOH: #PasDeCasIsolé!

C’ETAIT UN MEURTRE!#PasDeMalfaiteurIsolé

L’année prochaine, le samedi 7 janvier est la commémoration du 12ième anniversaire de la mort de Ourry Jalloh, qui s’est fait prendre sa liberté, ses droits et finalement sa vie par la police d’une façon horrible.

Le 7 janvier 2005, Ourry Jalloh a été arrêté et mis en garde à vue illégalement par la police de Dessau-Roßlau. Il était attaché à un matelas résistant au feu dans la cellule n.5 avec des murs carrelés et puis cramé jusqu’à ce qu’il soit inidentifiable.

Dans la plus pure tradition raciste, l’état de “droit“ allemand a inversé les rôles de la victime et du criminel dès le début et a gardé l’hypothèse non prouvée que Ourry Jalloh s’est incendié lui même pendant que le cas a traversé tout les instances judiciaire. Les délinquants sont toujours protégés par la manipulation et la soustraction des preuves et par une ignorance manifeste auprès de ces preuves, qui s’en fiche de toute logique.  L’état se moque de sa famille et de Ourry Jalloh lui-même, il refuse toute responsabilité et ne cherche aucune justice! Au lieu de ça, il cherche à faire taire par une répression étatique massive ceux et celles qui se battent pour l’élucidation de sa mort!

On invite à Dessau-Roßlau le 7 Janvier chaque personne qui voudrait nous rejoindre dans la lutte contre les crimes racistes passés et à venir, commis par les fonctionnaires avec ou sans uniformes ou robes de magistrat, mais certainement pas sans une hypocrisie qui cherche à mépriser l’existence des gens. Rejoignez-nous pour mener une manifestation puissante contre le racisme institutionnel dans tous les services administratifs et tous les ministères concernant non seulement la Saxe-Anhalt, non seulement l’Allemagne, mais aussi l’Europe et même au-delà. L’État allemand joue un rôle important et actif dans la mort de nombreuses personnes, qui sont considérés comme étrangers ici ou partout dans le monde:

Par le liais de Nazis en train de piller, de fonctionnaires politiques en cravate et costard qui manipulent et incitent les gens, en faisant partie d’une partie du prolétariat qui est minée par la jalousie ou des “marchands” de mort, en étant un ou un-e agresseur-euse inquiet-es tout aussi bien qu’un-e spectateur-trice qui ne se sent pas concerné-e.

Venez à Dessau-Roßlau le 7. Janvier 2017

OURRY JALLOH N’EST PAS UN CAS ISOLÉ- PERSONNE NE SERA OUBLIÉ!

RESPECT OUR EXISTENCE-OR-EXPECT OUR RESISTANCE!

#BlackLivesMatter

fb-anreiseplattform-kopie

Information de Déplacement (allemand)

Pour commencer nous voulons vous présenter un texte qui a été déjà publié en 2007 par la «Ourry Jalloh Initiative» dans le cadre du premier procès contre deux policiers de Dessau. Nous ne pouvons en rajouter que peu aujourd’hui, si ce n’est que la résistance doit continuer face à ces crimes qui ne s’arrêtent pas:

„Celles et ceux qui sont conscient-e-s de la violence du régime sud-africain pendant l’apartheid peuvent très bien s’imaginer la situation suivante: Une personne noir qui a les jambes et les bras attaché à un lit rudimentaire, équipé d’un matelas résistant au feu. Quelques heures plus tard cette personne est morte. Son corps brûlé jusqu’au bout, ses doigts calcinés. L’explication officielle: suicide.

Le 7 Janvier 2005 Ourry Jalloh est mort exactement comme ça.

Le même jour un autre africain a été tué par la police: Laye Konde, qui était tombé dans un coma après avoir été forcer d’avaler un vomitif dix jour auparavant, a perdu sa vie ce 7 Janvier 2005. Aucun des policiers impliqués n’a été condamné.

Dans les structures coloniales, la vie humaine n’a pas de valeur, encore plus quand c’est la vie des humains qui ne sont pas européens. Le pouvoir a systématiquement arraché nos cœurs, nous a aveuglé et empêché de voir l’atrocité et la cruauté du pouvoir et de la notre aussi. En tant que bienfaiteurs-trices, les personnes privilégiées jouent un rôle important dans une chaîne d’esclavage qui déshumanise sans fin.

Ce que nous ne voulons pas, c’est accuser le pouvoir ou “les autres”: nous-mêmes sommes impliqué-es dans cette barbarie et beaucoup dans cette société l’ont accepté facilement, des fois inconsciemment. Ce n’est pas quelque chose qui est inhérent à un groupe d’humains (ou qui fait partie d’une certaine nationalité). C’est plutôt quelque chose qui est intégrée dans la structure de la vie quotidienne. Nous ne le voyons pas, nous ne le reconnaissons pas et nous ne le sentons pas (sauf si nous-même souffrons sous le poids de cet oppression). Dans les sociétés comme celle en Allemagne, cette situation existe bien évidemment et les gens qui le remettent en question sont vu comme un danger et un risque pour l’ordre sociale – à tous les niveaux.

C’est cette inhumanité qui nous fait accepter et favoriser un système malade et dangereux, qui donne aux privilégié-es et qui garde les autres dans une position de soumission, d’exploitation et de peur. C’est le manque complet de respect pour la vie et la dignité des humains- est c’est du meurtre systématique. C’est comme si l’ordre sociale avait été déterminé et donc qu’il n’y avait rien a questionner et surtout pas ses propres privilèges.

Quelle que soit notre position sociale, on est tous et toutes au centre de cette normalité. Nous nous regardons avec embarras pendant que les crimes contre l’humanité continuent et la torture et la cruauté ne s’arrêtent pas, pendant que la brutalité des expulsions augmente et que les gens perdent de plus en plus leurs vies aux frontières de l’Europe et des État-Unis.

Il faut que nous nous demandions sérieusement pourquoi les droits de l’homme sont refusés aux personnes noires partout dans le monde sans exceptions? Où est la solidarité de la part des gens qui en profitent? Où sont-ils les gens de Dessau (et au-delà)? La vie de Ourry Jalloh, n’avait-elle pas de valeur?

ET LE BUT DE L’APARTHEID: L’INIMAGINABLE DEVIENT REALITE

Les droits de l’homme n’ont jamais été faits pour les gens comme Ourry Jalloh, ils n’ont jamais été faits pour les gens qui ont été colonisés ou réduits en esclavage. Très peu de gens du “premier” monde voient les personnes colonisés comme de vrais êtres humains. C’était comme ça et ce l’est toujours jusqu’aujourd’hui. C’est notre normalité, qu’on veuille l’admettre ou non.

Forcé d’avoir une vie végétative sous une politique contrôlée par le militaire et l’économie des pays occidentaux et leurs bourreau ou d’être abandonné, maltraité, expulsé et tué en Europe ou aux Etats unis jour par jour, les personnes colonialisées sont exclues de la protection qui donnent les d’accords internationaux et du droit d’une vie en toute dignité.

Qu’o le veuille ou non, la solidarité des personnes dites «blanches» a toujours été très limitée, quand elle existait. L’histoire ne laisse pas de doute quand on regarde de plus prêt comme ce fut le cas en Afrique du sud ou aux États-Unis avec leur histoire faite de séparation et de violence raciste, dans la destruction et le parcellement criminelle de l’Afrique ou ici, dans l’abus et le meurtre de réfugié-es et migrant-e-s, pour donner quelques exemples de 500 ans de barbarie.

Les secteurs progressistes de la société allemands (et du reste des sociétés qui ont des comportements colonisateurs) ne veulent ni se compromettre activement contre cette inhumanité, ni respecter ou soutenir les positions de personnes colonisées dans leur lutte pour la liberté. Cet réalité, notre réalité, va toujours causer des divisions et de l’apartheid. Le pouvoir colonial a toujours essayé de garder les gens à part et la solidarité blanche, si elle existe, consiste seulement en quelques charités et aumônes. Et le peu de blancs qui osent se mettre debout vont le payer cher afin de servir d’exemple pour autres, qui du coup vont garder leur distance et se taire.

A la fin, il y a une seule chose qui compte: être humain. Nous tous et toutes avons des blessures, mêmes si ce sont des blessures différentes, qui ont été faites par cette barbarie et cette continuité historique de l’esclavage, déportation et déshumanisation. Il est urgent de se rendre compte de la gravité de la situation et de la destruction de nos conditions humaines dans lesquelles tout le monde joue un rôle important.

Les chaînes qui nous attachent aux partie plutôt privilégiés ou non de ces mêmes chaînes seront enfin brisées, n’importe qui est d’accord avec ça ou pas. Soit, on se met débout ensemble, soit on se noie ensemble comme les milliers de personnes dans la méditerranée.

POURQUOI NOUS DEVONS NOUS BATTRE- ET NE PAS SEULEMENT MANIFESTER ET QUESTIONNER

Nous n’avons ni abandonné notre lutte pour la vérité et la justice ni notre détermination. La lutte pour la vérité et la justice pour Ourry Jalloh est pour nous une question de survie.

L’arrogance et l’absence de compréhension humaine spécialement envers les gens avec des origines non-européennes à l’intérieur de la police et de la société en générale, permet qu’il y ait des gens qui doivent subir une mort cruelle comme celle de Ourry Jalloh. Ce fait qui a des bases historiques et structurelles est une des raisons pour lesquelles nous disons que la mort de Ourry Jalloh a été un meurtre.

Ceci dit, nous devons faire beaucoup plus que juste manifester ou de mettre en question la version officielle de la mort de Ourry Jalloh, Laye et tous les autres. Avant tout, c’est une question d’autodétermination et de rage contre cette barbarie continuelle.

Nous ne pouvons pas et n’allons pas continuer à fonctionner dans cette normalité criminelle en étant complices dans la persécution et notre propre mort. Si nous ne brisons pas la silence mais au contraire si nous supprimons nos opinions, nous apportons notre contributions à la continuation de cette souffrance partagée.

Nous n’y participons pas!

Nous refusons de nous taire et nous refusons de faire parti de cette oppression!

Nous n’allons ni nous taire, ni permettre de nous faire taire!

Ce temps est fini!»

Quand ce texte a été écrit, le NSU n’avait pas encore été démasqué et l’État était toujours en train d’appeler leurs exécutions «meurtre du kebab». Christy Schwundeck n’avait pas encore été fusillée par une policière, Slieman Hamada n’avait pas encore été tué avec des lacrymogènes par la police et des milliers des réfugié-es n’avaient pas encore trouvé la mort dans la Méditerranée. C’était juste après la mort de Mohammad Sillah provoquée par le refus d’aide médical.

Ces crimes continuels contre la vie et la dignité des personnes définies comme «étrangers» sont ignorés par la plupart de la société«majoritaire» allemand et par le peuple «inquiet » et «démocrate» jusqu’à un point que nous devons appeler «mépris euro-centré» . De Sorti de l’histoire il y a une outrecuidance de la supériorité des cultures blanches, leur esclavage et leurs crimes coloniaux, leurs crimes de guerre continuels partout dans le monde et les crimes racistes «normaux» au centre qui est sorti de l’histoire à qui nous voulons opposer notre solidarité d’égalité, responsabilité et justice pour les victimes des ces crimes soutenus par l’état.

Nous avons compris qu’il faut prendre l’élucidation de la mort de Ourry Jalloh en mains, parce qu’aucun juge ni procureur ne va le faire. Nous avons montré qu’un souffle long et une solidarité large peuvent créer assez de pressions pour éviter que Ourry Jalloh et tous les autres victimes soient oubliés.

Notre lutte pour l’élucidation et la justice est important pour tous les meurtres racistes de Dessau jusqu’à Ferguson, et n’inclut pas seulement de protester dans les rues ou dans les tribunaux. C’est une partie essentielle de nos vie tant que nous vivons dans une société dans laquelle ces crimes sont considérés comme normaux.

FAITES PARTIE DE LA SOLUTION AU LIEU D’ETRE PART DU PROBLEME EN SE TAISANT.

un coup contre un, est u coup conter tous

NOUS NOUS VERRONS LE 7 JANVIER 2017 A DESSAU…

#Terminer_les_conditions_dessauique – PARTOUT!